Erinnerungen an den stalinistischen Gulag im 21. Jahrhundert

"Inwiefern ist das heute interessant?"

Donnerstag, 6. Juli 2017
18:00 Uhr

Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)
Mohrenstraße 60, 10117 Berlin

Die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Vergangenheit boomt - nicht nur in der Wissenschaft, auch in der Popularkultur. 'Wahre Begebenheiten' liefern den Stoff, aus dem Romansujets und Filmhandlungen gestrickt werden. Das dient der Unterhaltung eines internationalen Publikums, gleichzeitig werden aber auch Erinnerungen an die dargestellten Ereignisse und Personen aktualisiert. Nina Frieß untersucht in ihrem Buch, wie das in Bezug auf die stalinistischen Repressionen im Allgemeinen und die Arbeitslager der Stalinzeit im Besonderen geschieht.

Autorin Dr. Nina Frieß stellte zentrale Thesen aus ihrer Arbeit vor und diskutierte mit geladenen Experten. Das Podium bildeten Dr. Jan C. Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF), Potsdam), Dr. Konstantin Kaminskij (Universität Konstanz, Slavistische Literaturwissenschaft) und Dr. Félix Krawatzek (University of Oxford, Department of Politics & International Relations). Die Diskussion moderierte Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Direktorin des ZOiS.