Podiumsdiskussion

Ethnische Identität und Staatsbürgerschaft bei neuen russischen Migrant*innen in Kasachstan und Kirgistan

Forschungsnetzwerk „Neue Migration aus Russland und Antikriegsbewegungen“ (ERDAM)

10. April 2025, 12:00–13:15 MEZ, online

Basierend auf halbstrukturierten Interviews, die im April und September 2023 durchgeführt wurden, untersucht Olivier Ferrando, wie neue russische Migrant*innen in Kasachstan und Kirgistan ihre ethnischen und staatsbürgerlichen Identitäten inmitten der anhaltenden Unsicherheit navigieren.

Einst als selbstverständlich wahrgenommen, sind die Rechte und Pflichten, die mit der russischen Staatsbürgerschaft verbunden sind, für russische Migrant*innen zunehmend zu einer Sorge geworden. Für diejenigen – viele in Kasachstan und Kirgistan – die aus dem Ausland für ein russisches Unternehmen arbeiten oder Immobilien in Russland besitzen, stellt die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation weiterhin ein wertvolles Gut dar. Andere verfolgen einen radikaleren Ansatz und erwägen, diese aufzugeben, um die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes auf der Grundlage von jus soli (Kasachstan, Kirgistan) oder jus sanguinis (Armenien, Israel) zu erwerben.

In dieser Präsentation wird Olivier Ferrando erörtern, inwieweit russische Migrant*innen durch das Überschreiten der russischen Staatsgrenze ihre Zugehörigkeit zu einer ethnisch-nationalen Identität (wieder) aktivieren.

Vortragende
Olivier Ferrando (Katholische Universität Lyon)

Diskutante
Dr. Hakob Matevosyan (ZOiS)

Moderation
PD Dr. Tsypylma Darieva (ZOiS)

Anmeldung

Für weitere Fragen oder Informationen wenden Sie sich bitte an domas.lavrukaitis(at)zois-berlin(dot)de.